BORDKARTE USA SSSS

SSSS auf der Bordkarte

Heute möchte ich euch,  vor allem weil soooo viele negative Berichte und etliche Horrorgeschichten im Netz existieren und kursieren, einfach mal von unserem (bisher erlebten) Gegenteil beim SSSS-Sicherheitscheck erzählen….

Wir fliegen ja recht oft über den großen Teich in die USA zum Urlaub machen und sind bisher glücklicherweise von solchen Extra-Kontrollen immer verschont geblieben und auch bei der Einreise mussten wir bis dato nie lange warten.

Wie erwähnt,  hatten wir noch nie Probleme bei der Ein- oder der Ausreise in oder aus den USA und hatten auch bei der Buchung unseres Trips nach New York nicht mit irgendwelchen „Problemen“ gerechnet gehabt 🙂 Dank den Apps meiner liebsten Fluggesellschaften, die ich auf meinem Smartphone habe, kommen die Boarding Pässe immer automatisch per email in mein Postfach und ich muss mich um nichts kümmern….

Jaaaa… bisher war das so…..

Dieses Mal leider nicht….. denn es kam seltsamerweise nur ein Boarding-Pass in meinem Email-Postfach an und egal, wie oft ich die Einstellungen kontrollierte und den zweiten Boarding Pass erneut anforderte, nix geschah.

Fand ich in dem Moment jetzt aber auch gar nicht weiter schlimm, denn wir wollten am Abend vor dem Flug bereits eh unser Gepäck über den Vorabend-Check In in Zürich aufgeben und konnten dort unsere fehlende Bordkarte gleich anfordern.

Jaaaa… Dann haben wir das Gepäck aufgegeben und auf meine Frage, warum die zweite Bordkarte nicht per Email an mich gesandt wurde, meinte die Dame, sie würde uns beide nochmals in Papierform ausdrucken und die Karte wäre deshalb nicht per email gekommen, weil wir den (O-Ton der Dame am Schalter) „Sicherheits-Jackpot“ geknackt hätten und das berüchtigte SSSS auf der zweiten Bordkarte hätten.

Wir sollten uns am nächsten morgen etwas mehr Zeit einplanen und uns auf eine ausgiebige Kontrolle gefasst machen.

Wir… natürlich nicht blöd (ok….dachten wir zumindest 😉 )… kaum Zuhause angekommen… natürlich zuerst  meinen Freund Mr. Google zu diesem Thema befragt (Von mir absolut nicht empfohlen, denn man macht sich nur UNNÖTIG verrückt… und so toll Google bei vielen Dingen sein kann… so sehr kann diese Suchmaschine einen auch verunsichern!)

Da wurde uns  dann zum allerersten Mal ein ganz klein wenig Bange und wir dachten nur: “ Yeah“… sehr geil! Brauchen wir jetzt echt nicht unbedingt… wir wollen doch nur ein paar Tage NY geniessen! Und was ist, wenn wir wegen der langen Kontrolle unseren Flug verpassen?!“

Da standen Geschichten über verpasste Flüge, stundenlange Befragungen, extreme Kontrollen und verweigerte Einreisen im Internet und die waren noch harmlos! Die wenigsten Berichte waren positiv und hatten uns schon ein klein wenig verunsichert. Ich hab dann blöderweise noch DEN Fehler gemacht, im Freundes- und Bekanntenkreis per Whats App nachzufragen… und wirklich jeder, der schon mal davon „gehört“ hatte (natürlich war bisher keiner selbst betroffen, aber kannte jemanden, der das schon mal hatte), hatte eine Story zu diesem Thema. Es gab Geschichten wie: “ Wenn du in den USA bist, ziehen sie dich raus, befragen dich stundenlang in irgendwelchen Räumen und wenn denen dann was nicht passt, dann schicken sie dich mit dem nächsten Flieger  wieder nach Hause“ waren ungelogen noch milde zu all den anderen Geschichten , die viele zu berichten hatten 😉

Scheinbar wird dieses SSSS (Secondary Security Screening Selection) nach einem Zufalls-Verfahren auf die Bordkarte gedruckt, es gibt aber auch ein paar Punkte, die laut der meiner Quelle auf Wikipedia  auf uns zutreffen, wie z.B.:

  • Die Person auf dem Flugticket ist nicht identisch mit der Person, die das Ticket gekauft hat. Dabei handelt es sich häufig um von Dritten gebuchte Tickets, etwa für Dienstreisen, geordert von der Firma des Reisenden. (Hier habe ich das Ticket für uns beide gebucht und mit meiner Kreditkarte bezahlt).
  • Personen, die in ein anderes als ihr Heimatland zurück reisen. Beispiel: Deutscher Staatsbürger reist mit Endziel Zürich. (Wir wohnen in Deutschland, fliegen aber ab Zürich, da wir direkt an der schweizer Grenze wohnen).
  • Alle anderen Punkte aus dieser Quelle treffen natürlich NICHT  auf uns zu!

Unser Flug sollte planmäßig Freitag früh um 9:50 Uhr gehen und wir waren dann gegen 8 Uhr am Flughafen… hatten also noch genügend Puffer, da wir das Gepäck ja bereits am Vorabend aufgegeben hatten.

Nach allen gewöhnlichen Sicherheitskontrollen sind wir dann am Dock E angekommen und zeigten unsere Bordkarten vor. Die freundliche Dame machte uns gleich darauf aufmerksam, dass die Person mit dem SSSS auf der Bordkarte bitte gleich rechts nach der Kontrolle am Gate warten sollte und hat die betreffende Bordkarte einbehalten. Diese würde uns nach der Kontrolle wieder ausgehändigt.

Ich hab mich derweil hingesetzt und war natürlich auf Grund der vielen Berichte, die ich am Vorabend gelesen hatte, wirklich ein ganz klein wenig angespannt und meine einzige und größte Angst war einfach nur den Flug zu verpassen, weil die Kontrolle sich zu sehr hinziehen würde 😉

Was würde denn dann aus unserem Wochenende werden…. müssten wir es verschieben und neu planen?

Trotzdem bin ich der Meinung… wenn es meiner und vor allem der Sicherheit aller Personen an Bord dient, ist mir alles Recht und finde es gut, wenn man lieber nochmal zur Sicherheit eine zusätzliche Kontrolle macht und dafür dann einen entspannten Flug hat. Wir haben ja nichts zu verbergen und wollen gesund und munter in New York ankommen.

Derweil wurde am Gate eine schwarze Sichtschutzwand aufgebaut und in die Reihe der wartenden „SSSS“-Bordkarten-Inhaber gliederten sich immer mehr Leute ein. Ältere Damen, junge Männer und Frauen… keiner sah „komisch“ oder „verdächtig“ aus, wie in vielen Berichten gelesen!

Dann ging es es für ihn in die Kontrolle und ich hab die Stoppuhr auf meinem Smartphone angemacht, weil ich wissen wollte, wie lange es genau dauert 😉

Was soll ich sagen…

Ich musste nicht lange warten und schon kam meine Begleitung wieder aus der dem Sicherheits-Check raus …

Ihr sehr: 1 Minute und 38 Sekunden!!!!

Total lächerlich unsere Sorge, dass wir wegen dieser Kontrolle den Flug verpassen würden….  😉

Es wurde lediglich ein Wischtest an Hand, Fuß, Rucksack mit der Kontrolle auf Sprengstoff gemacht! Keine stundenlange Befragung, kein Ausziehen bis auf die Unterhose,nix…. also alles gut!

Bitte macht euch nicht verrückt, solltet ihr ein SSSS auf eurer Bordkarte stehen haben und vor allem: Lest keine (Negativ-) Berichte darüber im Internet. Man liest wirklich (fast ausschliesslich) nur die negative Berichte und ich hatte immer ein wenig das Gefühl, dass die positiven Dinge… also wenn was gut und schnell läuft…. das wird dann in all den Berichten im Netz gar nicht erwähnt… denn es hat ja alles geklappt und alles ist toll! Man liest und hört immer nur was über solche Dinge, wenn jemand Probleme hatte oder schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Meiner Meinung wird jemand nur stundenlang verhört oder auseinander genommen, wenn wirklich was vorliegt oder man einen konkreten Verdacht hat, Der unbescholtene „Normal-Reisende“ muss sich hier gar keine Sorgen machen und kann das total entspannt angehen. Dieses SSSS dient einfach nur zum zusätzlichen Schutz aller Reisenden! Und das ist gut so!

Und sollten wir zufälligerweise beim nächsten Urlaub wieder ein SSSS auf einer unserer Bordkarten haben, sind wir super entspannt 🙂

New York war einfach nur wunderschön und wir kommen bald wieder! Teil 1 meines Reiseberichtes findet ihr HIER.

Habt ihr auch schon Erfahrungen mit SSSS auf euren Bordkarten gemacht? Berichtet mir gerne in den Kommentaren darüber!

Habts fein,

eure Tanja

2 thoughts on “BORDKARTE USA SSSS

  1. Ein sehr guter Bericht. Ich habe auch schon mehrfach Horrorgeschichten über das SSSS auf der Bordkarte gelesen und dein Bericht hst mich beruhigt. Freue mich jetzt auf Mai, denn da geht es zum ersten mal in die Staaten für uns!

    Vg Nina

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